Gesundheit20. Februar 2025 · 7 Min. Lesezeit

Nitrat im Trinkwasser: Ursachen und Grenzwerte

Nitrat ist eine natürlich vorkommende Verbindung, die im Boden und im Wasser vorkommt. In zu hohen Konzentrationen kann es jedoch gesundheitliche Risiken darstellen – besonders für Säuglinge und Schwangere.

Woher kommt Nitrat im Trinkwasser?

Der Hauptverursacher für erhöhte Nitratwerte ist die Landwirtschaft. Stickstoffdünger und Gülle gelangen durch Auswaschung ins Grundwasser. Auch Kläranlagen und natürliche Zersetzungsprozesse tragen zur Nitratbelastung bei.

Der Grenzwert

Die Trinkwasserverordnung legt den Grenzwert für Nitrat bei 50 mg/l fest. Dieser Wert basiert auf Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Europäischen Union.

Für Säuglinge unter 6 Monaten gilt ein strengerer Richtwert von 10 mg/l, da ihr Körper Nitrat schlechter verarbeiten kann. Erhöhte Nitratwerte können bei Säuglingen zu Methämoglobinämie (Blausucht) führen.

Wie erkennen Sie erhöhte Nitratwerte?

Nitrat ist farb- und geruchlos – Sie können es nicht sehen oder riechen. Die einzige Möglichkeit, den Nitratgehalt zu bestimmen, ist eine Wasseranalyse. Auf trinkwasserwert.de können Sie die Werte für Ihre PLZ kostenlos abrufen.

Was tun bei erhöhten Werten?

Liegt der Nitratgehalt nahe am Grenzwert oder darüber, sollten Sie für Säuglinge auf Mineralwasser mit niedrigem Nitratgehalt (unter 10 mg/l) zurückgreifen. Umkehrosmose-Filter können Nitrat wirksam entfernen.