Grundlagen15. März 2025 · 5 Min. Lesezeit

Wasserhärte verstehen: Was bedeuten die Werte?

Die Wasserhärte ist einer der bekanntesten Parameter beim Trinkwasser – und gleichzeitig einer der am häufigsten missverstandenen. Wenn wir von „hartem" oder „weichem" Wasser sprechen, meinen wir den Gehalt an gelösten Mineralien, hauptsächlich Calcium und Magnesium.

Was ist Wasserhärte genau?

Regenwasser ist von Natur aus sehr weich – es enthält kaum Mineralien. Auf seinem Weg durch den Boden nimmt es jedoch Calcium- und Magnesiumionen auf, die aus Kalkstein, Dolomit und anderen Gesteinen stammen. Je mehr dieser Ionen im Wasser gelöst sind, desto „härter" ist es.

In Deutschland wird die Wasserhärte traditionell in deutschen Härtegraden (°dH) gemessen. Seit 2007 ist auch die Angabe in Millimol pro Liter (mmol/l) üblich.

Die Härtebereiche im Überblick

Härtebereich°dHmmol/lBewertung
Weich0 – 8,40 – 1,5Ideal für Haushaltsgeräte
Mittel8,4 – 141,5 – 2,5Ausgewogen
Hart14 – 21,32,5 – 3,8Kalkablagerungen möglich
Sehr hart> 21,3> 3,8Starke Kalkbildung

Auswirkungen auf Ihren Alltag

Hartes Wasser hinterlässt weiße Kalkflecken auf Armaturen, Gläsern und im Wasserkocher. Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler müssen mit mehr Reinigungsmittel betrieben werden und können durch Kalkablagerungen schneller verschleißen.

Für die Gesundheit ist hartes Wasser hingegen unbedenklich – im Gegenteil: Calcium und Magnesium sind wichtige Mineralstoffe, die der Körper benötigt.

Was können Sie tun?

Bei sehr hartem Wasser empfehlen sich Wasserenthärter oder Wasserstrukturierer, die die Kalkstruktur verändern, ohne Mineralien zu entfernen. Für Trinkwasser ist eine Enthärtung in der Regel nicht notwendig.